Rücksicht geht alle an!

In jedem Fall empfiehlt es sich, vor der Grillparty allen Mitbewohnern Bescheid zu sagen - oder sie vielleicht auch einzuladen. Rücksichtnahme sollte in einem Mietshaus selbstverständlich sein; mit einvernehmlichen Absprachen fährt Mensch meist besser als mit einem Rechtsstreit. Umgekehrt müssen Mieter nicht hinnehmen, dass ihre Wohnung alle paar Tage zur Räucherkammer wird. Wenn Gespräche mit dem Verursacher nichts bringen, sollte nicht gescheut werden, den Vermieter einzuschalten. Der kann den Grillfreund abmahnen. Der gestörte Mieter kann seinen Nachbarn auch selbst auffordern, die Störung zu unterlassen und gegebenenfalls zivilrechtlich auf Unterlassung gegen diesen vorgehen.

Auch das Reinigen der Wohnung (Sonntags Staubsaugen), privater Partylärm oder laute Musik aus der Nachbarwohnung sorgen in der warmen Jahreszeit, wenn alle Fenster geöffnet sind, für Ärger. Tagsüber muss gedulden werden, dass auf den benachbarten Balkonen mit üblicher Geräuschbelästigung gefeiert wird. Ab 22 Uhr gilt: strikte Nachtruhe. Wird auch nach dieser Zeit noch lautes Gelächter, Gläserklirren oder Musik wahrgenommen und Mensch fühlt sich gestört, kann notfalls auch die Polizei wegen dieser Ruhestörung gerufen werden. Entgegen anders lautender Gerüchte gibt es auch kein Gewohnheitsrecht, wonach einmal im Jahr so richtig hemmungslos feiern darf.

Ohne viele Worte kann gesagt werden:

  • ab 22 Uhr der Situation entsprechend etwas leiser
  • alle über eine eventuelle Lärmbelästigung informieren
  • rechtzeitige Ankündigung
  • an Sonn- und Feiertagen ist Lärm durch Möbelrücken, Staubsaugen, bohren usw. zu unterlassen
  • am besten alle Beteiligten zu einer Feier einladen
  • immer erst überlegen und dann agieren